Hallo, ich bin neu hier

  • So den mal eine kurze Vorstellung von mir. Ich halte seit ca. 25 Jahren Hunde(Dt.Schäferhund und Collie). aktuell lebt noch ein fast 12 jähriger Collie Rüde bei mir. Vor ca. 1 Jahr habe ich mich total in Spitze verliebt. am nächsten Sonntag soll einer bei mir einziehen. Ein 8 Monate alter Junghund(Mittelspitz)der sein zu Hause verliert aus verschiedenen privaten Gründen. Er ist ein Bauernhof Spitz. Ein Mix aus Zwerg und Mittelspitz ohne Papiere.
    Nie hätte ich gedacht das mal etwas anderes als Collie für mich in frage käme. Und ganz ehrlich, nachdem ich hier länger im Forum gelesen habe bin ich mit meiner Entscheidung nicht mehr sicher. Das ein Spitz wachsam ist O.K. aber ständiges kläffen geht gar nicht und vor allem es nicht wirklich bremsen zu können. Ich habe kein Haus und Garten, ich wohne zur Miete in einer Wohnung. Meine Nachbarn wären sicher nicht begeistert wenn der Hund Minuten lang bellt weil ich Besuch bekomme oder der Paket Bote da ist. Collies sind auch Kläffer, aber er läßt sich bremsen bzw. bellt gar nicht wenn was an der Tür ist, Mit einem Spitz scheint das aber anders zu sein. Alles was ich hier gelesen habe ist, ein Spitz bellt und man muß sich arrangieren. Das geht aber nicht in einer Mietwohnung. Ist es wirklich so schlimm? Sollte ich meine Entscheidung lieber wieder Rückgängig machen? Ich habe Spitz Halter besucht und es war wirklich Minuten langes Kläffen. Kann man das gar nicht beschränken? Ich bin jetzt wirklich verunsichert. Wenn sich das nicht wirklich bremsen läßt, dann geht es für mich nicht. Ich hoffe hier kann Jemand was positives dazu sagen. das der Hund sagt, da ist was ist O.K aber nicht Minuten langes Kläffen. Das geht gar nicht. Lassen sich Spitze da regulieren? Oder sollte ich es eher vergessen? Was ist mit regelmäßigen Besuchern? Werden die jedes mal aufs Neue angekläfft?
    LG
    danih

  • Hallo Danih,
    willkommen im Forum und sorry, dass Dein Post wohl übersehen wurde - wir hatten einige Probleme im Forum ...
    Ist Dein neues pelziges Familienmitglied schon eingezogen und wenn ja, wie läuft es ? Ein Spitz von acht Lebensmonaten vom Bauernhof nun in einer Wohnung wird am Anfang nicht unbedingt leicht, denn da haben sich bestimmte Verhaltensmuster ja schon verfestigt. Vielleicht magst Du ja mal berichten, wie es läuft und wir schauen, ob wir ggfls. ein wenig virtuelle Hilfe leisten können ;)

    Viele Grüsse von Martina
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    " Wir schenken unseren Hunden ein klein wenig Zeit.
    Dafür schenken sie uns alles, was sie uns zu bieten haben.
    Es ist zweifellos das beste Geschäft, was der Mensch je gemacht hat "


    (Roger Andrew Caras)

  • Hallo Danih,


    auch von mir ein herzliches Willkommen!


    Unsere Hunde und Nachzuchten bellen schon fleißig, wenn es was zu melden gibt; aber das ist nie länger als einige Sekunden, bis ich ihnen klar gemacht habe, dass ich ihnen danke fürs Bescheidsagen und jetzt selber übernehme. Wir haben aber auch eine Hündin an einen Hundetrainer abgegeben, der ebenfalls in einem Mehrparteien-Haus wohnt; wenn man dort klingelt, bleibt es absolut still, obwohl dort eine Spitzin und ein Jagdhund wohnen. Dort hat der Alt-Hund mit seinem Vorbild sicher dazu beigetragen, dass Spitz das Maul hält.


    Und ein anderer Welpe ging an eine Familie in einem Mehrparteien-Haus; auch dort passiert nichts, wenn man klingelt. Aber die Leute haben das eben schon dem Welpen beigebracht.


    Erzähl doch mal von Deinem Hund!

  • Der größte Kläffer vor Ort ist bei uns die Border Colliehündin von der 3. Etage ;-) die kläfft sogar sämtliche Nachbarn an, mich auch, aber nur weil ich Parterre wohne (direkt traut sie sich nämlich nicht, liegt immer gleich auf dem Rücken). Wenn du Collie-Ausstellungen kennst - Spitze kläffen (auch ungestoppt) weitaus weniger als z. B. die Beardies.


    Keine Sorge, Spitze sind zwar wachsam, aber auch eher leicht erziehbar, wenn du von Beginn an das Bellen nach dem Anschlagen unterbindest (selbst sehr sehr ruhig bleiben) und das ne Weile durchhältst (nicht unterschätzen: Spitzi ist mit 8 Monaten "mittig" in der Pubertät), dürfte sich das bis aufs kurze Anschlagen reduzieren lassen - speziell, wenn dein Althund relaxt ist. "Bremsen" hört sich allerdings nach mehr als Anschlagen an.
    Bei uns muss schon den ganzen Tag Lärm im MFH sein (Kabelanlage wurde erneuert mit Bohren und Hämmern im Keller) und dann nach Klingeln noch massiv gegen die Türe geklopft werden, dass mein Boxer (als 3 Jährigen Kläffer, Raufer, Streuner übernommen) losröhrt. Die Terrierhündin von der 1. Etage nicht anders. Bellte anfangs auch (kläfft draußen fast unablässig), weil der Halter nicht nur in ein anderes Haus sondern außerdem von der oberen zur ersten Etage gezogen war. Sie kannte es nicht, dass Bewohner an der Wohnung vorbeigehen. Immerhin 7 Personen, davon 3 Kinder und die verfeindete Border Colliehündin. Nur letztere erkennt die "Fußstapfen" der Hausbewohner nicht.


    Mich amüsierts wenn ich morgens um 4:15 das erste Mal ne Runde drehe und die Halter an ihrem Hund zu leiden haben - denn nach 60 Minuten bin ich pünklich wieder daheim - erneutes wildes Anschlagen. Och der arme Hausherr, wo er doch schon um 5:30 aufstehen muss.


    Das Bellen ist nicht nur ne Frage der Rasse, sondern auch des Nervenkostüms deiner unterschiedlich gehaltenen Hunde und natürlich Gewöhnungs- und Erziehungssache. Viel Erfolg!

  • Seit dem 25. August lebt das Spitzken jetzt bei mir/uns. Langsam fängt er an seinen Koffer auszupacken und zeigt wie er wirklich ist.Kläffen/Bellen ist völlig O.K. läßt sich händeln. Pubertät, ich würde sagen er steht am Anfang. Er ist von einem Bauernhof Züchter hat aber in einem Einfamilien Haus mit 5 Kindern gelebt. Wiegt jetzt ca. 7,5kg und ist so ca.32cm Hoch.Und bewegt sich nur in höchst Geschwindigkeit. Erziehung gestaltet sich ein wenig schwierig. Es hat noch nie Jemand etwas von ihm verlangt. Wird aber. Er will ja gefallen. Ich muß mich auch noch ein wenig an die Situation gewöhnen jetzt wieder 2 Hunde zu haben die doch sehr unterschiedlich sind. Unser größtes Problem ist das Alleine bleiben. Kann er nicht und leider muß ich nun mal ab und zu einkaufen, Arzt etc. und habe nicht jedes mal Jemanden der bei ihm bleiben kann. So stehen wir da echt immer noch am Anfang.

    LG

    danih

  • Hallo Danih,

    das hört sich doch alles recht gut an und ein bisschen Zeit zum Eingewöhnen braucht es überall - also einfach weiter üben - üben - und nochmal üben. Dass er nicht alleine bleiben kann, ist wohl dem Umstand geschuldet, dass in seinem vorherigen Zuhause immer irgend jemand anwesend war - das wird dann etwas schwieriger. In der Vergangenheit hatten hier manche Fories recht gute Ergebnisse mit Zimmerkennels/Boxen - wäre das vielleicht eine Möglichkeit ? Braucht natürlich auch eine Zeit, bis sich der Kleine daran gewöhnt hat ( hier dann sehr viel mit Leckereien als positive Belegung arbeiten ), aber einen Versuch wäre es doch wert, denn Dein Collie scheint ihm NOCH keine Hilfe zu sein. Und falls er sich auch damit nicht abfinden kann, hilft oft ja auch ein nettes Gespräch mit den Nachbarn bzw. dort um Nachsicht bitten, wenn er mal bellt oder heult - er ist ja noch ein " Baby " ;)1

    Viele Grüsse von Martina
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  • An eine Box habe ich auch schon gedacht. Finde das aber keine so gute Lösung den Hund für ca.3 Stunden in eine Box zu sperren. Er mußte vorher in der Familie auch Stundenweise alleine bleiben. Da herrschte ziemliches Chaos. Er war zum Ende bei der Freundin des Besitzers untergebracht da er sein Haus aufgeben mußte. Dort lebte er mit der Mix Hündin der Freundin und wurde in den Abwesenheitszeiten mitsamt der Hündin in das schon fast ausgeräumte Haus gebracht, weil er eben auch bei ihr jammerte wenn man ihn alleine lies. Er hat es von Anfang an nicht wirklich gelernt. Das ein zweiter Hund meist keine Hilfe/Lösung ist, weiß ich weil jeder Hund doch für sich alleine die Wartezeiten verbringt. Ich bin aber frohen Mutes das ich das auch geregelt bekomme(wäre nicht das erste mal, meine Schäferhündin hat nicht nur gebellt sondern auch zerstört und hat es dann doch gelernt). Aber es ist schon eine Umstellung wenn man viele Jahre einen Hund hat der quasi alles kann und dann ist da einer der kann gar nix. Nicht mal anständig an der Leine gehen. Man ist echt verwöhnt wenn man schon viele Jahre lang für seinen Hund nicht mal mehr eine Leine braucht. Sammy kennt mich in-und auswendig und weiß genau wann ich was will oder mache. Und Keli muß erst noch verstehen was ich wann wie will und welche Worte welches Verhalten fordern. Er hat echt keinen Plan. Es hat auch nie Jemand etwas von ihm verlangt. So einen kleinen Hund macht man halt an die Leine und hält ihn einfach fest und liegt er auf den falschen Möbeln hebt man ihn einfach runter. Aber Keli öffnet sich langsam und ist willig zu lernen. Innerhalb von wenigen Minuten hat er kapiert das ich mein Bett für mich alleine haben will und geht freiwillig in sein Körbchen. Der Rückruf klappt auch gut(mir das absolut allerwichtigste, es kann Leben retten). Ich brauche kein perfektes Fuß Gehen aber Hund muß kommen wenn ich ihn rufe. Und Bordsteine werden nicht ohne Freigabe übertreten. Was ich so die letzten 3 Tage bemerkt habe, er läuft nicht mehr so weit vor. Er bleibt in einem Umkreis von ca. 10-20m. Ob er sich das von Sammy abgeguckt hat(der ist nie weiter als 5m weg)oder eigener Antrieb ist kann ich allerdings nicht beurteilen.

    LG

    danih

  • An eine Box habe ich auch schon gedacht. Finde das aber keine so gute Lösung den Hund für ca.3 Stunden in eine Box zu sperren. Er mußte vorher in der Familie auch Stundenweise alleine bleiben. Da herrschte ziemliches Chaos. Er war zum Ende bei der Freundin des Besitzers untergebracht da er sein Haus aufgeben mußte. Dort lebte er mit der Mix Hündin der Freundin und wurde in den Abwesenheitszeiten mitsamt der Hündin in das schon fast ausgeräumte Haus gebracht, weil er eben auch bei ihr jammerte wenn man ihn alleine lies. Er hat es von Anfang an nicht wirklich gelernt.

    Gkleich am Anfang 3 Stunden in die Box käme bei uns auch nicht in Frage, so etwas muss ja schon sehr langsam wie auch das Alleinesein geübt werden ! Und ganz ehrlich, die vorherigen Bedingungen waren wirklich chaotisch - da wurde der arme Kerl ja wirklich von A nach B verfrachtet und anschliessend wieder zurück - da sind Verlustängste ja wirklich vorprogrammiert. Und nun ausgerechnet auch noch in die Pupertätsphase hinein ein weiterer Menschenwechsel - da kann das eh im Umbau befindliche kleine Hundehirn einfach nicht mehr richtig und vor allem schnell folgen. Das Zauberwort heisst also wirklich Geduld und vor allem Zeit, dass sich der kleine Mann selbst finden kann und weiss, wo er jetzt für alle Zeit hingehört.

    Als unser erster Welpe einzog, mussten wir ab und an geschäftlich weg und damals hatten wir eine sehr liebe Nachbartochter, die dann als Haus- bzw. Dogsitter zu uns kam. Wir hatten immer ein gutes Gefühl, denn die zwei kuschelten auf dem Sofa - schauten TV - und knabberten das ein oder andere. Eine solche " Notlösung " ist meiner Erfahrung nach ein absolutes MUSS, denn vielleicht ist ja auch mal eine längere Abwesenheit von Nöten ( z.B. Untersuchungen im Krankenhaus ect. ) und dann macht es sich bezahlt, wenn der Pelz oder die Pelze auch an andere Menschen und deren Fürsorge gewöhnt sind.

    Es wird eine Weile dauern, bis Keli sich an alles gewöhnt hat und Sammy für ihn auch zum Vorbild wird. Mit z.B. einem Geschirr werden die Spaziergänge um einiges leichter als nur mit einem Halsband und wenn die entsprechende Bindung zwischen euch aufgebaut ist, dann wird er sich ganz bestimmt auch immer weniger von Dir/euch entfernden - der Anfang ist ja schon gemacht Daumen

    Viele Grüsse von Martina
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  • Meine Hunde tragen alle ein Geschirr. Das war für ihn auch neu. Er kam mit Halsband. Betreuung für evt. Krankenhaus etc. habe ich. Das ist kein Problem. Nur eben für das alltägliche nicht. Laut den interviewten Nachbar würde er aber nicht jammern. Nur kurz direkt nach dem ich die Wohnung verlasse. Das ist jetzt zwar nicht so ideal, aber da muß er nun leider mit leben das ich ca. 2-3 mal die Woche Einkaufe oder zum Arzt gehe. Wo die Hunde mit hin können, da nehme ich sie auch mit. Ist für sie dann mal ein anderes Erlebnis. Aber am liebsten bin ich mit ihnen in Feld, Wald und Wiese unterwegs. Fakt ist, die Umgebung rund ums Haus ist schon sein Revier. Alles was ungewöhnlich oder Fremd dort ist wird mir gemeldet. Besonders schätze ich diese Eigenschaft im dunklen, da meldet er mir sehr zuverlässig das fremde Menschen sich in der Nähe befinden. Ich bin ziemlich sicher das so schnell keiner auf die Idee kommen wird mich zu belästigen/überfallen so lange ich meine kleine Alarmanlage dabei habe. Vor mir der Spitz, neben mir der Collie.

    Ja jetzt in der Pubertät ein Besitzer Wechsel ist schon blöd. Die haben ihren Hund aber trotz Chaos und persönlicher Probleme geliebt. Und haben versucht die für alle beste Lösung zu finden. Sie brachten mir den Hund aus Stade nach Kassel. Sie hätten ihn ja auch an den nächst besten verkaufen können. Es war ihnen aber irgendwie keiner vertrauenswürdig genug. Ich hatte für mich eigentlich geplant nächstes Jahr einen Welpen zu kaufen. Ich wollte einen braunen Mittelspitz. Tja nun habe ich einen schwarz/braunen oder black and tan.Keinen Welpen sondern einen Teenie. Und dazu noch kostenlos und frei Haus geliefert. Klingt jetzt irgendwie komisch.

    Man sollte keine Kleinanzeigen lesen wenn man sich mit dem Gedanken trägt ein Tier anzuschaffen. Ich war echt überrascht wie viele Poms angeboten werden. Einige male habe ich Kontakt zu Anbietern in meiner Nähe aufgenommen und auch besucht. Meine Erfahrung daraus, der Welpen Handel mit Vermehrer Welpen blüht.Ich frage mich echt wer all diese Hunde kauft. Bei der Masse an Angeboten müßte man eigentlich an jeder Ecke einem Spitz begegnen. Aber außer meinem sehe ich hier keine.

    Und das schlimme ist, man kann nichts gegen diese Händler tun.

    LG

    danih